Ausstattungslinien – Sondermodelle

R4 GTL
Der R4 Super
R4 Parisienne
R4 Safari
Interieur R4 Safari
seltene Ausführung in orange

Generelle Ausstattungslinien

Das Grundmodell
In der einfachsten Ausstattung des R4 hat man fast alles weggelassen, was irgendwie verzichtbar war, um den Preis unter die Grenze von 4000 DM zu drücken – und diese Ausführung gleichzeitig so unattraktiv zu machen, daß die Kunden doch zum besser ausgestatteten Modell griffen.
Das Basismodell war lieferbar ausschließlich in Grau, ohne Seitenfenster zwischen C- und D-Säule, ohne Türverkleidungen, mit einem einfachen geklebten Dachhimmel, nur einer Sonnenblende auf der Fahrerseite, einem rustikalen Dreispeichenlenkrad, ohne Radkappen und Kühlergrill, mit Stoßstangen und Lampenringe in Wagenfarbe, mit Heizung aber ohne Innenraumgebläse.
An der technische Ausstattung wurde dagegen nichts eingespart.
Der Renault 3 ( zusätzlich noch mit 3CV = 603 ccm Motor ) und die Fourgonette ( Kasten-Transporter ) war ausschließlich in dieser Ausstattung lieferbar.

Das Grundmodell 2
Nachdem sich das völlig nackte Grundmodell nur wenig verkaufte, und wohl auch zur Produktionsvereinfachung, da eine einheitliche Rohkarosserie verwendet werden konnte, schob man 1965 ein optisch etwas aufgewertetes Grundmodell nach, das auch in verschiedenen Farben zu haben war: Feste Seitenscheiben zwischen C- und D- Säule und in den hinteren Türen, mit Chromstoßstangen ( jedoch ohne Hörnern ) und Chrom Lampenringen. Die Gummizug-Rohrsitze blieben, später wurde zumindest die Sitzfläche vorne dünn gepolstert. Als 1974 das Kennzeichen auf die vordere Stoßstangen montiert wurde, gab es dafür vorne Gummihörner.
Verkauft wurde diese Variante unter der Bezeichnung: Renault 4, Renault 4L, R4 Economic – in Deutschland noch bis 1986, um den Einstiegspreis unter der 10.000 DM Schwelle zu halten.

Das Chrom-Modell
Hauptstückzahlträger war der R4 in der Chrom-Ausstattung: In Silbrig glänzend: Radkappen, Stoßstangen, Lampenringe, Kühlergrill, Leiste in Front- und Heckscheibengummi, Zierleisten umlaufend und unter den Türen sowie Anfangs um die Nummernschilder und vorderen Blinker sowie Chrom-Rückleuchten ( in Frankreich bis Sommer 1962 – in Deutschland bis 1971 ). Lieferbar in noch mehr Farben. Mit Gummimatten im Gepäckraum und Gummi-Stoßstangenhörnern. Die Sitze waren zwar Anfangs noch mit Gummizugpolsterung aber immer etwas aufwendiger, als die des Grundmodells. Die Radkappen entfielen 1981. Bei der letzten Modellpflege 1982/1983 entfiel der übrige äußere Chromschmuck, und der beige-graue Kühlergrill und die Stoßstangen wurden vom GTL übernommen – Unterschiede zum Grundmodell waren nur noch die 4 Schiebefenster, die Polstersitze und die Gepäckraumgummimatten.
Verkauft als R4L, Renault 4 L Export, Renault 4 TL, Renault 4 GTL ( 1976 – 1977 -> nicht zu verwechseln mit dem „GTL“ unten ) ca. 210 bis 630 DM teurer als das Grundmodell.
Da sich die Chromteile leicht auch nachträglich montieren lassen, wurden viele R4 damit „aufgewertet“.

Der GTL
um den Benzinverbrauch weiter zu reduzieren, wurde im Sommer 1977 ein gedrosselter C-Motor mit 1108ccm aber nur 34PS bei 4000 U/min. eingebaut. Der zwar Superbenzin benötigte aber in den Spritsparhitlisten der folgenden Jahre immer in der Spitzengruppe zu finden war. Durch die lange Getriebeübersetzung wurde auch das Innenraumgeräusch deutlich reduziert. Die Bremstrommeln waren vergößert ( ab 1982 Scheibenbremsen vorne ). Außen ist der GTL sofort erkennbar an Beige-Grauen Stoßstangen, Kühlergrill, Türgriffen und seitlichen Schutzleisten sowie Stoßbügeln ( bis ca. 1983 ), sowie einem Auspuff bis ganz nach hinten. Innen mit Türfächern und 4 Automatikgurten sowie anfangs mit Velourssitzen, von 1983 – 1986 mit den gleichen Karositzen wie der TL und am Ende mit blauen Karositzen.

Die Transporter wurden nur in jeweils einer Variante ausgeliefert, wobei die Kombi – Version etwas mehr bot als die Lkw – Version.

Etras
Üblicherweise wurden die R4 direkt beim Händler so gekauft, wie sie vorrätig bereitstanden. Aussenspiegel waren bis Mitte der 1960er nicht ab Werk vorhanden. Diese wurden vom Händler oder Auslieferungslager montiert. Heizung, vordere Einzelsitze, Kunstlederpolsterung waren eigentlich zeitweilig aufpreispflichtige Extras, waren aber meißt zur Auswahl ab Händlerhof zu bekommen. Da sich in Deutschland rote R4 am besten verkauften, bestellten sich die Händler vorrangig diese Farbe. ( Heute findet man sehr viele andere Farben – möglicherweise gingen die Kunden, die für Ihre Wunschfarbe lange Wartezeiten in Kauf nahmen, etwas pfleglicher mit Ihrem R4 um, so daß er bis heute erhalten blieb ? )
Das eigentlich einzige echte Extra beim R4, das man meißt extra bestellen und darauf warten musste, war das Faltdach.

Dazu gab es schon bald die inzwischen sehr verbreiteten, aufgewerteten Sondermodelle. Diese blieben jeweils nur für ein paar Jahre im Programm und sind heute bei Sammlern wesentlich beliebter als die normale Serie.

Sondermodelle

R4 Super / R4 L Super confort 1962-1964

Motorleistung 28PS statt 23 PS (750ccm). Aufgepolsterte Sitze; Gummimatten auch af den Türschwellern, Doppelrohr – Stoßstangen und eine versenkbare Heckscheibe in Verbindung mit einer nach unten öffnenden Hecktüre (Modell ’64 wieder mit der üblichen Heckklappe) 

R4 Parisienne 1964-1968

In Zusammenarbeit mit der Zeitschrift „Elle“ entstanden. Dekorflächen in „Korbgeflechtdesign“ oder „Schottenkaro“ auf Türflächen, hinteren Kotflügeln und Heckklappe. Grundfarbe meist dunkelblau, dunkelgrün oder schwarz. 

R4 Safari 1975-1977

Alle Chromteile mattschwarz, seitliche Scheuerleiste auf Türen und Kotflügel. Bunte Sitzbespannung in den lieferbaren Außenfarben: blau, hellgrün, türkis oder orange, beige, ? . Silberne Türverkleidungen.

R4 Funny / R4 Galerie ca.1980

Lediglich aufgeklebte Dekorstreifen auf den Seitenwänden 

R4 Jogging

Version Frankreich und einige Exportländer (1981): türkisblaue „Chromteile“, Schutzleisten und serienmäßiges Faltdach in gleicher Farbe. Bunte Dekorstreifen, Sitze ähnlich R4 Safari. Kein Import in Deutschland.

Version Deutschland (1982-1986): dezenter Dekorstreifen und etwas aufgewertete Ausstattung

R4 TL Savane

Lediglich neue Bezeichnung für den R4 TL mit neuem 950ccm Motor. Kein Import nach Deutschland 

R4GTL Clan

Lediglich neue Bezeichnung für den R4GTL in Frankreich. Kein Import nach Deutschland.

R4 Sixties

Sondermodell in Frankreich 1986: Zwei Glasdächer; Patchwork – Sitzen in den lieferbaren Außenfarben: blau, gelb und rot, Schwarze Schutzleisten und „Chromteilen“ sowie Schriftzug seitlich – kein Import nach Deutschland 

R4 Salü

Abschiedsmodell für Deutschland (1988-1989): blaue Dekorstreifen und „Salü“- Schriftzug. Lieferbar in rot, weiß und als Sonderfarbe: silber

R4 Carte Jeunes 1991

Dekorstreifen und Sonderfarben. Kein Import nach Deutschland. 

R4 „Bye-Bye“

Abschiedsmodell in Frankreich 1992: Limitierte Serie mit 1000 rückwärts nummerierten Exemplaren.