{"id":609,"date":"2022-05-20T11:07:52","date_gmt":"2022-05-20T09:07:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.r4l.de\/wordpress\/?p=609"},"modified":"2024-12-26T07:26:35","modified_gmt":"2024-12-26T06:26:35","slug":"modellfamilie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.r4l.de\/wordpress\/2022\/05\/20\/modellfamilie\/","title":{"rendered":"Modellfamilie"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading alignwide has-text-align-center has-background has-large-font-size\" style=\"background-color:#f8ff9b;font-style:normal;font-weight:700\">Modellfamilie<\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group alignwide is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Gegensatz zu den Vorg\u00e4ngermodellen Juvaquatre und 4CV die bereits einen selbsttragenden Karosseriek\u00f6rper hatten, wurde der R4 mit einem separaten Fahrgestell versehen.. Da f\u00fcr die Fertigung die bestehenden Anlagen f\u00fcr den 4CV auf der Ile de Seguin komplett umgebaut werden mu\u00dften, ist zu vermuten, da\u00df man sich von dieser R\u00fcck\u00e4nderung Vorteile versprochen hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Grunde war dies die Vorwegnahme der heute verbreiteten <strong>Plattformstrategie<\/strong>, bei der eine mechanische Basis f\u00fcr mehrere, unterschiedliche Fahrzeuge genutzt wird.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table is-style-stripes\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"227\" class=\"wp-image-165\" style=\"width: 300px;\" src=\"https:\/\/www.r4l.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/F4-Modellauto.jpg\" alt=\"\"><\/td><td>Bereits kurz nach der Vorstellung der f\u00fcnft\u00fcrigen Kombilimousine wurde der auf dem gleichen Fahrgestell aufgebaute Kleinlieferwagen Fourgonette vorgestellt. Aufgrund der etwas solideren Bauweise und der guten Raum\u00f6konomie mit der patenten Leiterklappe \u00fcber der Heckklappe \u00fcberholte er bald sein Vorbild von Citroen und blieb bis in die Achziger f\u00fchrend in seiner Klasse, was sich in j\u00e4hrlich steigenden Verkaufszahlen niederschlug. Insgesamt sind ca. 2 Millionen Fourgonette gebaut worden.<\/td><\/tr><tr><td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"216\" class=\"wp-image-167\" style=\"width: 300px;\" src=\"https:\/\/www.r4l.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Sovam-Modellauto.jpg\" alt=\"\"><\/td><td>Bereits Mitte der 60er nutzten Kleinhersteller das Renault \u2013 Plattformfahrgestell f\u00fcr Sonderkarosserien. So entstanden u.a. GT-Coupes mit komfortabler Federung.<\/td><\/tr><tr><td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"197\" class=\"wp-image-54\" style=\"width: 300px;\" src=\"https:\/\/www.r4l.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/a-r6.jpg\" alt=\"\"><\/td><td>Die dritte Werkskarosserie erschien 1967. Um dem kleinen Mann etwas von der Aura des revolution\u00e4ren R16 anbieten zu k\u00f6nnen, wurde f\u00fcr das R4 Fahrgestell eine neue Verpackung gestaltet, die Designelemente des R16 verarbeitete. Auch die <strong>Typbezeichnung 6<\/strong> weckte Erinnerung an den R16. Im Alltag war das eher eine Mogelpackung, denn unter dem verf\u00fchrerischen Blech steckte ein R4, der mit der schweren Karosse einiges zu schleppen hatte. Daher wurde leistungsm\u00e4\u00dfig nachgelegt, aber erst die TL Version mit 1100ccm und Scheibenbremsen war somit so etwas wie harmonisch. Gegen\u00fcber Dem R4 bot der R6 mehr Platz f\u00fcr die Knie im Fond durch einen l\u00e4ngeren Karosserie\u00fcberhang hinten. Die Sitzposition vorne wurde dagegen h\u00e4ufig bem\u00e4ngelt.<br>Renault z\u00f6gerte, dieses Modell in Deutschland einzuf\u00fchren, da sie die in Frankreich f\u00fcr dieses Modell durchaus vorhandene Nische in Deutschland nicht sah. Nachdem aber die Grauimporte immer mehr anstiegen, wurde es offiziell eingef\u00fchrt und vor allem an &#8222;Aufsteiger&#8220; vom R4 verkauft. Gegen\u00fcber den \u00fcberall aufkommenden Heckklappenkleinwagen bot er nur den Vorteil der niedrigen Ladekante und des glatten Ladebodens&#8230; was Ihm in Deutschland bis zum Produktionsende 1979 ein Dasein in der Mini &#8211; Nische bescherte.<br><em>Anmerkung nach einem halben Jahr Praxis im &#8217;73er R6TL:<\/em>&nbsp;<br>Wenn man den R6 mit dem R4 vergleicht, so kann er doch fast alles etwas besser. Man hat durch gro\u00dfz\u00fcgigere Fenster ein wesentlich gro\u00dfz\u00fcgigeres Raumgef\u00fchl. Knierraum hinten und Kofferraum sind wirklich merklich gr\u00f6\u00dfer. Bei gleicher Geschwindigkeit ist er deutlich leiser. Bei H\u00f6chstgeschwindigkeit (150) br\u00fcllte er aber \u00e4hnlich dem kleinen R4 aufgrund der kurzen \u00dcbersetzung. Man w\u00fcnscht sich auf der Autobahn sehns\u00fcchtig einen 5. Gang. Diese Auslegung unterscheidet Ihn auch deutlich vom R4GTL. Der R6 st\u00fcrmt die Berge deutlich flotter hinauf wie der R4GTL &#8211; Braucht aber ca. 2l mehr Sprit dazu.<\/td><\/tr><tr><td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"215\" class=\"wp-image-53\" style=\"width: 300px;\" src=\"https:\/\/www.r4l.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/a-pleinair-7muehlental.jpg\" alt=\"\"><\/td><td>Die n\u00e4chst Verpackung ereichte noch kleinere St\u00fcckzahlen, wenngleich bei gr\u00f6\u00dferem Spa\u00dffaktor. Im Zuge der pop-car-welle mit VW-Buggy und dergleichen kreierte die Firma Sinpar aus dem R4 den <strong>Plein Air<\/strong>. Ein Fun-Cabrio ohne T\u00fcren mit eine einfachen Verdeck wie bei Milit\u00e4rfahrzeugen. Von 1968 bis 1971 wurde er von Renault vertrieben und danach von verschiedenen Kleinherstellern, Autowerkst\u00e4tten und Privatleuten weiterproduziert&#8230;<\/td><\/tr><tr><td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"246\" class=\"wp-image-166\" style=\"width: 300px;\" src=\"https:\/\/www.r4l.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Rodeo4-Modellauto.jpg\" alt=\"\"><\/td><td>Als Nachfolger nahm Renault den <strong>ACL Rodeo<\/strong> ins Programm. Dieser hatte einen Plasikaufbau im Stil des Citroen Mehari und die Mechanik vom R4 oder R6TL. Durch die Verwendung von glasfaserverst\u00e4rktem Polyester erreichte dieser in Deutschland eine gewisse Verbreitung, denn der Mehari war aufgrund seines feuergef\u00e4hrlichen ABS-Kuststoffes vom T\u00dcV nicht zugelassen worden. In der Praxis konnte der Rodeo die Robustheit die er ausstrahlte nicht halten. Dazu kam eine katastophale Rostvorsorge. Sch\u00e4tzungsweise die H\u00e4lfte! der noch existierenden Rodeo hat schon das zweite Fahrgestell.<\/td><\/tr><tr><td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"261\" class=\"wp-image-45\" style=\"width: 300px;\" src=\"https:\/\/www.r4l.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/a-f6-lb-kt.jpg\" alt=\"\"><\/td><td>1975 wurde eine Fourgonette XL zus\u00e4tzlich zur bestehende Version angeboten. Die Ur-Fourgonette hie\u00df ab jetzt R4F4 und der Neue <strong>R4F6. <\/strong>12 cm mehr Radstand und 8cm mehr hintere Karosserie\u00fcberhang machten 20cm mehr Laderaum. Der Aufbau war dem kleinen Transporter sehr \u00e4hnlich, jedoch etwas eckiger mit gro\u00dfen, fl\u00e4chigen R\u00fcckleuchten. Dazu bekam der Gro\u00dfe noch den gro\u00dfen Motor mit 1100 ccm. Da dieser aber mit Normalbenzin auskommen sollte, kurz \u00fcbersetzt war und der ganze Wagen auch schwerer war, gerieten die Verbrauchswerte deutlich ung\u00fcnstiger.<br>F\u00fcr die, die die 20cm nicht dringend brauchten blieb der F4 parallel im Angebot. In Frankreich noch h\u00e4ufig gekauft, wurde er in Deutschland aber immer seltener gew\u00e4hlt.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So entstand doch eine ganze Reihe von Modellen auf dem gleichen Fahrgestell. R\u00fcckblickend kann man aber behaupten, da\u00df es nur f\u00fcr den R4 ideal gepa\u00dft hat. F\u00fcr den R6 den Rodeo und den F6 h\u00e4tte man sich eine solidere Basis gew\u00fcnscht. Durch die liegenden Sto\u00dfd\u00e4mpfer hinten ereichte man eine glattfl\u00e4chigen Laderaum durch Einbu\u00dfen im Fahrverhalten. Auch die Vorderachse mit Lagerung in Gummiaugen kam bei h\u00f6heren Leistungen an Ihre Grenzen. Dies waren auch die Punkte die ge\u00e4ndert wurden als aus dem R4 \u2013 Antrieb und Fahrgestell ein komplett neues, selbsttragendes Auto entwickelt wurde: Der R5 von 1972.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Modellfamilie Im Gegensatz zu den Vorg\u00e4ngermodellen Juvaquatre und 4CV die bereits einen selbsttragenden Karosseriek\u00f6rper hatten, wurde der R4 mit einem separaten Fahrgestell versehen.. Da f\u00fcr die Fertigung die bestehenden Anlagen f\u00fcr den 4CV auf der Ile de Seguin komplett umgebaut werden mu\u00dften, ist zu vermuten, da\u00df man sich von dieser R\u00fcck\u00e4nderung Vorteile versprochen hat. 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