{"id":1942,"date":"2026-01-17T14:46:47","date_gmt":"2026-01-17T13:46:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.r4l.de\/wordpress\/?p=1942"},"modified":"2026-03-22T16:48:31","modified_gmt":"2026-03-22T15:48:31","slug":"chromteile","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.r4l.de\/wordpress\/2026\/01\/17\/chromteile\/","title":{"rendered":"Chromteile"},"content":{"rendered":"\n<p>Attraktives Detail jedes Klassikers sind die Chromteile &#8211; auch beim R4, obwohl anfangs von den Journalisten bem\u00e4ngelt wurde, da\u00df f\u00fcr den Deutschen Markt mehr Chromschmuck erwartet w\u00fcrde, als der R4 geboten hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist nicht alles Chrom was gl\u00e4nzt: Es wurde beim R4 neben verchromen auch einige weitere Verfahren f\u00fcr silbrig gl\u00e4nzende Teile angewendet:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Galvanisch verchromter Stahl:<\/strong><br>Angewendet beim R4 f\u00fcr die Sto\u00dfstangen und die dazugeh\u00f6rigen Halbkugelkopfschrauben, Radkappen , Radkappenbefestigunsschrauben und Radhutmuttern sowie den Zierleisten an den Schiebefenstern: Auf bereits hochgl\u00e4nzeder blanker Oberfl\u00e4che werden mehrere metallische Uberz\u00fcge elektrochemisch aufgebracht. Zuletzt eine Schicht Chrom. Diese Schicht ist sehr hart und hochgl\u00e4nzend. Mit der Zeit dringt jedoch Feuchtigkeit ein und das Grundmaterial beginnt zu Rosten und dr\u00fcckt die Chromschicht als Pickel hoch. Bei trocken stehenden Autos l\u00e4sst sich mit Polieren auch an Chromteilen mit beginnendem Rostansatz ein gewisser Rostschutz erzielen. Ein Neuverchromen ist m\u00f6glich, aber durch die hohe Umweltauflagen sehr kostspielig.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Verchromter Druckguss:<\/strong><br>Angewendet beim R4 f\u00fcr den Heckklappengriff, die Beschl\u00e4ge der Ausstellfenster ( 1961-1963 ), die gefederten Seitenspiegel ( Fu\u00df und Arm ) und die Schriftz\u00fcge ( BJ. 1967 &#8211; 1973 ). Mit der Zeit beginnt der Druckguss unter der Chromschicht &#8222;aufzubl\u00fchen&#8220;. Hier ist eine Neuverchromung sehr schwierig, da sich der Druckguss beim Entchromen in manchen B\u00e4dern bereits aufl\u00f6st.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Chrombedampfter Kunststoff:<\/strong><br>Beim R4 verwendet f\u00fcr die R\u00fcckleuchten, die T\u00fcrgriffe ( ca. 1975 &#8211; 1981 ), die Fussabdeckung des runden Aussenspiegel und die Embleme und Renault-Rhomben ( ab ca. 1977 ). Diese Chromschicht kann abbl\u00e4ttern oder verwittern ( bei den Emblemen ). Eine Ausbesserung mit Chromlacken ist m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Silberbedampftes Stahlblech und Glas:<\/strong><br>Hochgl\u00e4nzender als Chrom &#8211; Verwendet f\u00fcr die Reflektorspiegel der Scheinwerfer und die R\u00fcckblickspiegel. Diese Schicht kann ermatten, abbl\u00e4ttern und auch unterosten. Neuverspiegeln von Scheinwerfern ist m\u00f6glich, aber beim R4 ( noch ) teurer als Neuteile ( Restposten ). Da Neuverspiegeln aber m\u00f6glicherweise in Zukunft der einzige Weg ist, macht es Sinn, blinde Reflektoren aufzuheben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Glanzverzinkter Stahl:<\/strong><br>Beim R4 verwendet f\u00fcr die Lampenfassungen der R\u00fcckleuchten, die St\u00fctzen f\u00fcr Heckklappe und Haube u.a. Die Schicht oxidiert und wird grau, und ist nicht polierf\u00e4hig.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Edelstahlblech:<\/strong><br>Etwas weniger gl\u00e4nzend als Chrom und Silber, aber Rostfrei!: Verwendet beim R4 f\u00fcr die T\u00fcrgriffe ( 1961 &#8211; 1975 ), Die Zierleisten in den Scheibengummis ( 1960er Jahre ), die gefederten Au\u00dfenspiegel ( Sch\u00fcssel hinter Spiegelglas ), Die Scheibenwischerarme, die Schwellerzierleisten mit Dreiecksprofil 1971 &#8211; 1980. Der Grundtr\u00e4ger der Schriftz\u00fcge ( ca. 1973 &#8211; 1975 ) ist Edelstahlblech und der Hintergrund Schwarz lackiert ( siehe unten )<br>( Neidisch blickt man zu NSU und Peugeot &#8211; dort waren auch Radkappen, Zierleisten und Sto\u00dfstangen aus Edelstahl und damit nie pickelig )<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Glanzeloxiertes Aluminiumblech:<\/strong><br>Etwas weniger gl\u00e4nzend aber erstaunlich witterungsbest\u00e4ndig. Verwendet im R4 f\u00fcr die Zierleisten ( seitlich auf T\u00fcren und Kotfl\u00fcgeln, unter den T\u00fcren (1961-1971 und 1980-1981 ), um die vorderen Blinker und um das vordere Kennzeichen ( Version Frankreich ), Den Zierrahmen um das hintere Kennzeichen &#8222;Moustache&#8220;, sowie die Abdeckung der Enden des Scheibenkeders.<br>Der Grundtr\u00e4ger der Schriftz\u00fcge und Renault-Rhomben ( ca. 1974 &#8211; 1978 ) ist Aluminiumguss und der Hintergrund Schwarz lackiert ( siehe unten )<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Alufolie in Kunststoffteil:<\/strong><br>Verwendet im R4 f\u00fcr die Keder der Front- und Heckscheibe, die Zierleiste an der Regenrinne und im K\u00fchlergrill ( ab 1974 ) &#8211; werden diese Teile matt oder vergilben ( manche sprechen von: &#8222;Goldeffekt&#8220; ), hilft nur austauschen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die rechteckigen Schriftzugleisten<\/strong> auf der Heckklappe mit silberner Schrift auf schwarzem Hintergrund wurden in verschiedenen Verfahren hergestellt, die teilweise parallel verbaut wurden und auch untereinander ausstauschbar sind:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Gepr\u00e4gtes Edelstahlblech &#8211; Hintergrund schwarz lackiert.<\/li>\n\n\n\n<li>Aluminiumguss &#8211; Hintergrund schwarz lackiert.<\/li>\n\n\n\n<li>Kunststoffspritzguss schwarz &#8211; Schrift in Chrom \/ Silberfarbe aufgebracht<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Attraktives Detail jedes Klassikers sind die Chromteile &#8211; auch beim R4, obwohl anfangs von den Journalisten bem\u00e4ngelt wurde, da\u00df f\u00fcr den Deutschen Markt mehr Chromschmuck erwartet w\u00fcrde, als der R4 geboten hat. 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