{"id":1073,"date":"2022-06-03T08:39:49","date_gmt":"2022-06-03T06:39:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.r4l.de\/wordpress\/?p=1073"},"modified":"2026-01-17T14:53:09","modified_gmt":"2026-01-17T13:53:09","slug":"ausschlachten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.r4l.de\/wordpress\/2022\/06\/03\/ausschlachten\/","title":{"rendered":"Ausschlachten"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading alignwide has-text-align-center has-background has-large-font-size\" style=\"background-color:#f8ff9b;font-style:normal;font-weight:700\">Ausschlachten<\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group alignwide is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<p>&#8230;auch wenn es wehtut. Man kann nicht jeden R4 retten. Fortgeschrittener Verfall oder ein \u00fcbler Unfallschaden l\u00e4sst bei aller Liebhaberei gelegentlich nur noch den Schrottplatz als vern\u00fcnftige L\u00f6sung.<\/p>\n\n\n\n<p>Das hei\u00dft aber nicht, das man nicht ein paar gute St\u00fccke bergen sollte, bevor er den letzten Weg in die Presse antritt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"249\" src=\"https:\/\/www.r4l.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/schrott2-wo2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1074\" srcset=\"https:\/\/www.r4l.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/schrott2-wo2.jpg 400w, https:\/\/www.r4l.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/schrott2-wo2-300x187.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ein R4 wird zu einer Vielzahl von Ersatzteilen<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Bei 5000 m\u00f6glichen Einzelteilen mu\u00df man hier aber sicherlich eine Auswahl treffen \u2013 dazu einige Vorschl\u00e4ge:<\/p>\n\n\n\n<p>Absolutes Mu\u00df ist das <strong>Faltdach<\/strong>, auch wenn der Stoff schlecht ist. Interessant ist der Rahmen, den man am Besten komplett mit Dach herausschneidet.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch eine <strong>Anh\u00e4ngekupplung<\/strong> sollte man in jedem Fall abmontieren.<\/p>\n\n\n\n<p>An <strong>Verschlei\u00dfteilen<\/strong> lohnen sich haups\u00e4chlich solche, die erst vor k\u00fcrzerem ersetzt wurden. Teile mit Laufleistungen jenseits der 120.000km lohnen sich dagegen kaum noch einzulagern..<\/p>\n\n\n\n<p>Gebrauchte <strong>Nebenaggregate und Verschlei\u00dfteile<\/strong>, Lager, Manschetten, Bremszylinder..usw. waren als preiswerte Reparaturm\u00f6glichkeit in fr\u00fcheren Jahren begehrt. Sie verlieren aber jetzt an Bedeutung, da fast alles als Neuteil g\u00fcnstig erh\u00e4ltlich ist, es beim Oldtimerbetrieb nicht ganz so auf\u2018s Geld ankommt wie bei klammen Letzt-Haltern und das Risiko der unsicheren weitere Lebensdauer des Teiles nicht mehr akzeptiert wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Gebrauchte Benzin- und Wasserpumpen sowie Bremszylinder gehen sogar oft schon durch die Lagerung kaputt.<\/p>\n\n\n\n<p>Teile der <strong>Innenausstattung<\/strong> sind immer interessant, sie erfordern aber sehr sorgf\u00e4ltige Behandlung und Einlagerung, da sie leicht besch\u00e4digt werden. ( z.B T\u00fcrverkleidungsklammern herausdrehen )<\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.r4l.de\/wordpress\/2026\/01\/17\/chromteile\/\" data-type=\"post\" data-id=\"1942\">Chrom<\/a>&#8211; und Zubeh\u00f6r- und Zierteile<\/strong> in gutem Zustand sind es immer Wert, aufgehoben zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Folgende Teile werden immer wieder ben\u00f6tigt, und wird es wohl bald kaum mehr neu geben:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Motor<\/strong> \u2013 Standsch\u00e4den sind ein weitaus gr\u00f6\u00dferes Problem als der Verschlei\u00df. Vor dem Einlagern mit \u00d6l in den Z\u00fcndkerzenl\u00f6chern konservieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vergaser \/ Z\u00fcndverteiler<\/strong> \u2013 Die Originale gibt es nicht mehr neu<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hinterachse<\/strong> \u2013 Da die Blechlenker gerne Durchrosten braucht man die Gusslenkerachse als Ersatz.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tank<\/strong> \u2013  Rost durch lange Standzeiten und Risse sind sein Problem<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sitzstoffe<\/strong> \u2013 wem die Sitze zu sperrig sind, der kann die Bez\u00fcge mit geringem Aufwand abziehen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>T\u00fcren und Heckklappe<\/strong> \u2013 Teile ohne Rost, Beulen und Risse werden selten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Leiterklappe Transporter<\/strong> \u2013 Ist h\u00e4ufig rostig oder verbeult<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Seitenscheibenrahmen Transporter<\/strong> &#8211; F6 nur der Gummi, F4 kompletten Rahmen herausflexen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Radk\u00e4sten vorne<\/strong> \u2013 wenn ohne \u00fcble Rostl\u00f6cher. (Kanten gibt es neu)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sto\u00dfstangen<\/strong> \u2013 Unverbeulte Sto\u00dfstangen sollte man aufbewahren &#8211; auch die Halter und Gummipuffer<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gummimatten<\/strong> \u2013 beim Einlagern nicht knicken!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lichtschalter, Warnblinkschalter<\/strong> \u2013 immer wieder kaputt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schl\u00f6sser<\/strong> \u2013 Ab besten die komplette Schlie\u00dfanlage, ein Einschl\u00fcsselsystem ist etwas praktisches.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sabilisatorstangen<\/strong> \u2013 Die Dicken vom Transporter sind der Geheimtip f\u00fcr die Stra\u00dfenlage<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lenkrad <\/strong>\u2013 jede Variante hat ihre eigene Fangemeinde<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Uhr <\/strong>\u2013 wird gerne nachger\u00fcstet<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Scheinwerferhalter und -t\u00f6pfe <\/strong>\u2013 Unfallsch\u00e4den und abgebrochene Hebel sind seine Probleme<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Leuchten <\/strong>\u2013 Neuteile gibt es zwar noch&#8230; Scheinwerfer gibt es nur noch als Nachbau mit geringerer Qualit\u00e4t<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Radiokasten <\/strong>\u2013 Heute baut fast jeder sich ein Radio ein<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Frontscheibe <\/strong> &#8211; Die Verbundglasscheiben sind bruchempfindlich und werden am Rande milchig. Zum Ausbau besser den Gummi zerschneiden. Speziell interessant: Die Fronstscheibe R4F6: Sie ist etwas gr\u00f6\u00dfer als bei den anderen R4 und daher selten<\/p>\n\n\n\n<p><strong>K\u00fchlergrill <\/strong>\u2013 die Aluversionen immer, aber auch guterhaltene Plastikgills lohnen sich aufzuheben<\/p>\n\n\n\n<p>Beim <strong>Rodeo und R6 <\/strong>ist inzwischen alles selten. Man sollte also nichts an Teilen, was noch nicht total im Eimer ist, zum Schrott werfen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Aus geschlachteten Karossen lassen sich noch folgende <strong>Partien herausschneiden<\/strong>, soweit diese gesund sind: Radkasten hinten, am besten bis zum Dach. Kastentr\u00e4ger mit der Hinterkante des Kofferraumbodens. Quertr\u00e4ger vor Getriebe und die L\u00e4ngstr\u00e4ger hinten. Alles was an den Karosserien der fr\u00fcheren Modellen anders ist, lohnt sich aufzuheben: Frischluftklappe und Blech dahinter, Batteriekasten, T\u00fcr- und Heckklappenscharniere gro\u00dffl\u00e4chig heraustrennen.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ausschlachten &#8230;auch wenn es wehtut. Man kann nicht jeden R4 retten. Fortgeschrittener Verfall oder ein \u00fcbler Unfallschaden l\u00e4sst bei aller Liebhaberei gelegentlich nur noch den Schrottplatz als vern\u00fcnftige L\u00f6sung. Das hei\u00dft aber nicht, das man nicht ein paar gute St\u00fccke bergen sollte, bevor er den letzten Weg in die Presse antritt. 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