{"id":1028,"date":"2022-05-29T18:51:05","date_gmt":"2022-05-29T16:51:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.r4l.de\/wordpress\/?p=1028"},"modified":"2024-12-28T08:54:50","modified_gmt":"2024-12-28T07:54:50","slug":"hohlraumkonservierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.r4l.de\/wordpress\/2022\/05\/29\/hohlraumkonservierung\/","title":{"rendered":"Hohlraumkonservierung"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading alignwide has-text-align-center has-background has-large-font-size\" style=\"background-color:#f8ff9b;font-style:normal;font-weight:700\">Hohlraumkonservierung<\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group alignwide is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<p>Wenn man die vielen sch\u00f6nen Oldtimer aus den 60er und 70er Jahren heute sieht, kann man sich nur schwer vorstellen, welches kurze Leben Ihre Artgenossen seinerzeit hatten. Nach einigen wenigen Streusalzwintern kamen die Werkst\u00e4tten mit dem Flicken der Rostl\u00f6cher nicht mehr nach. Nicht wenige Automobile mussten deutlich vor Ihrem 10. Lebensjahr aufgegeben werden. Dabei waren nicht nur ein paar kosmetische L\u00f6cher zu beklagen &#8211; Die Wagen brachen mit gro\u00dfem Sicherheitsrisko oftmals regelrecht auseinander: Durch Rostschw\u00e4chung herausgerissene Bremszylinder und Federbeine, Abgebrochene Lenkhebel, zum Boden hindurchgebrochene Sitze und weggerostete Achsaufnahmepunkte waren nicht nur extreme Ausnahmen, sondern Alltag. Der T\u00dcV versucht das herauszupr\u00fcfen, scheiterte aber an dem Verfall, der oft schneller ging als die 2 &#8211; J\u00e4hrige Pr\u00fcffrequenz.<\/p>\n\n\n\n<p>Betroffen waren davon alle Hersteller, wobei der R4 hier durchaus noch mal negativ herausragte: Zum ersten T\u00dcV nach damals bereits 2 Jahren brauchte er \u00fcblicherweise die ersten Flicken am Boden. Das wurde dann mit jedem Termin mehr bis er h\u00e4ufig zum 4. T\u00dcV nach 8 Jahren gar nicht mehr antrat oder gnadenlos durchfiel.. Vielleicht hat sich dann ein selbstloser Bastler nochmal drangemacht &#8211; aber beim n\u00e4chsten Termin war dann wirklich nichts mehr zu retten. An den mehreren Katalog-Seiten der damals verf\u00fcgbaren Reparaturbleche l\u00e4sst sich ablesen wo die Schwachpunkte lagen: Bodenblech und auch dessen Befestigungskanten. Die Unterkanten der L\u00e4ngs und Quertr\u00e4ger um den Motor und die T\u00fcrschwellentr\u00e4ger ebenso wie die Kotfl\u00fcgelschraubkanten. Betroffen waren auch die Heckklappe und das hintere Ende des Kofferrraumbodens sowie mit der Einf\u00fchrung der Gurtgewinde die hinteren Radk\u00e4sten an Ebendiesen. Manche der Probleme waren der billigen Konstruktion geschuldet bei der an vielen Stellen zur Verst\u00e4rkung einfach die Blech doppelt aufeinandergeschwei\u00dft wurden &#8211; eine perfektes Feuchtbiotop dazwischen -&gt; Stichwort: <a href=\"https:\/\/www.r4l.de\/wordpress\/2022\/06\/03\/schwellerende-richten\/\" data-type=\"post\" data-id=\"1089\">Schwellerende<\/a> . Auch wurden die Fahrgestelle einfach tauchbadlackiert und innen gar nicht gesch\u00fctzt. Die Kotfl\u00fcgel wurden vor dem Lackieren montiert und hatten daher keinen Lack auf den \u00fcberlappenden Kanten. Die Filzmatten unter den Gummimatten in Verbindung mit einer nie ganz dichten Karosserie waren am schnellen Boden-Exitus nicht v\u00f6llig unbeteiligt. Die Versuche gegen den immer schlechteren Ruf etwas zu tun, waren wenig erfolgreich. Das Haltbarste an dem ab 1972 im Auslieferungslager Muggensturm eingebrachte Hohlraumversiegelung war der Werbe &#8211; Aufkleber an der Heckscheibe. Die sp\u00e4tere Idee das Ende der <a href=\"https:\/\/www.r4l.de\/wordpress\/2022\/06\/03\/schwellerende-richten\/\" data-type=\"post\" data-id=\"1089\">seitlichen Tr\u00e4ger vor der Hinterachse<\/a> auszusch\u00e4umen verschlimmerte das Problem sogar noch drastisch &#8211; da sich die Feuchtigkeit noch besser dort hielt. Die Hinterachslenker und die hintere Rahmentr\u00e4ger rosteten auch irgendwann durch &#8211; aber so alt wurden die wenigsten R4, da\u00df sie das noch erlebten. Siehe dazu auch den Unterpunkt : <a href=\"https:\/\/www.r4l.de\/wordpress\/2022\/05\/21\/korrosion\/\" data-type=\"post\" data-id=\"871\">Korrosion<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.r4l.de\/wordpress\/2024\/12\/17\/folgeschaeden\/\" data-type=\"post\" data-id=\"1605\">Folgesch\u00e4den<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Aber es gab auch kleine Lichtblicke: Durch die Schiebefenster l\u00e4uft beim R4 kein Wasser durch die T\u00fcren &#8211; diese hielten daher deutlich l\u00e4nger als der Rest und die T\u00fcren der anderen Autos.<\/p>\n\n\n\n<p>Der gef\u00e4hrliche Rost kommt immer von den Spalten und Hohlr\u00e4umen nach au\u00dfen. Hier kann man durchaus etwas machen auch wenn die Wunder die das Wort &#8222;Hohlraumversiegelung&#8220; erwarten lassen, leider ausbleiben. Die verschiedene Mittel wurden in einigen Vergleichstests bereits bewertet &#8211; daher erlaube ich mir kein abschlie\u00dfendes Urteil. Ich selbst habe mit Kriech\u00f6len und Korrosionsschutz &#8211; Fetten und auch mit Lein\u00f6lfirnis und Farbkriech\u00f6l recht gute Erfahrungen gemacht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Hohlr\u00e4ume beim R4 sind durch den Einfachen Aufbau des Fahrgestells leicht zu finden: Das Fahrgestell besteht aus 6 hohlen L\u00e4ngstr\u00e4gern: Zwei beidseitig des Motors, die Einstiegsk\u00e4sten und die Tr\u00e4ger beidseits des Tanks. Diese L\u00e4ngstr\u00e4ger sind \u00fcber 4 Querk\u00e4sten verbunden. Dadurch sind in den Querk\u00e4sten unter den Pedalen und unter der R\u00fcckbank jeweils 7 ! Hohlr\u00e4ume. Am Aufbau sind die T\u00fcrrahmen ein Hohlprofil sowie das hintere Ende des Kofferraumbodens und das untere Ende der Motorhaube. Alle 5 T\u00fcren sind auch doppelwandig ( wie bei allen Autos ). Dazu kommen allerlei Spalten und aufeinandergeschwei\u00dfte Bleche an den Kotfl\u00fcgelkanten, den T\u00fcrpfosten und den L\u00e4ngstr\u00e4gern.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber auch wer hier alle Stellen behandelt hat, sollte seinen R4 vom Streusalz fernhalten &#8211; es gilt: Salzwasser ist viel d\u00fcnnfl\u00fcssiger als alle diese Mittel und dringt an Stellen vor, die bei der besten Behandlung noch ungesch\u00fctzt bleiben, denn in den Spalt zwischenden doppelten Blechen gelangt keines der Hohlraumschutzmittel&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Der wirksamste Rostschutz ist Zink. So sollte das nachgefertigte <a href=\"https:\/\/www.r4l.de\/wordpress\/2024\/12\/26\/fahrgestell\/\" data-type=\"post\" data-id=\"1663\">Fahrgestell<\/a> aus verzinkten Blechen in Verbindung mit Hohlraumkriechmitteln im Neuzustand eingebracht &#8211; einigerma\u00dfen dauerhaft vor Rost gesch\u00fctzt sein.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hohlraumkonservierung Wenn man die vielen sch\u00f6nen Oldtimer aus den 60er und 70er Jahren heute sieht, kann man sich nur schwer vorstellen, welches kurze Leben Ihre Artgenossen seinerzeit hatten. Nach einigen wenigen Streusalzwintern kamen die Werkst\u00e4tten mit dem Flicken der Rostl\u00f6cher nicht mehr nach. Nicht wenige Automobile mussten deutlich vor Ihrem 10. Lebensjahr aufgegeben werden. 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